Wenn große Projekte geplant werden, lohnt sich ein Blick zurück – nicht um Schuld zuzuweisen, sondern um Erfahrungen zu nutzen. Der Barnekreisel ist aus Sicht der Bürgerinitiative ein solches Beispiel. Er zeigt, wie schnell Kosten- und Zeitannahmen von der Realität abweichen können – und warum genau diese Erfahrungen heute eine Rolle spielen müssten.
Haben wir aus Fehlern gelernt – oder wiederholen sich Muster?
Kernaussage
Frühere Projekte sollten Warnsignale für aktuelle Entscheidungen sein.
Der Barnekreisel ist aus Sicht der Bürgerinitiative ein Projekt, an dem sich exemplarisch zeigt, wie Planungen verlaufen können – und warum Erfahrungen daraus heute stärker berücksichtigt werden müssten.
Er steht nicht für ein einzelnes Versäumnis, sondern für ein Muster, das sich bei großen Vorhaben entwickeln kann, wenn Annahmen zu optimistisch sind.
Was der Barnekreisel eigentlich zeigen sollte
Kernaussage
Geplant als moderne Lösung – umgesetzt mit erheblichen Abweichungen.
Der Barnekreisel wurde als funktionale und moderne Verkehrslösung geplant.
Im Verlauf des Projekts kam es jedoch zu:
- deutlichen Kostensteigerungen,
- einer Bauzeit, die weit über die ursprünglichen Annahmen hinausging,
- und erheblichen Belastungen für Verkehr und Umfeld.
Solche Abweichungen können vorkommen. Entscheidend ist jedoch, ob aus ihnen Konsequenzen gezogen werden.

Unsere Erwartung: Lernen für zukünftige Projekte
Kernaussage
Erfahrungen müssen sichtbar in neue Planungen einfließen.
Gerade bei einem aktuellen Großprojekt wie der Altstadtsanierung hätten wir erwartet:
- realistische Einschätzungen von Kosten und Bauzeiten,
- größere Vorsicht bei frühen Festlegungen,
- mehr Transparenz über Risiken und Unwägbarkeiten.
Stattdessen erleben wir erneut:
- ambitionierte Zeitpläne,
- grobe Kostenschätzungen,
- und den Eindruck, dass Risiken eher klein- als großgerechnet werden.
Das lässt Zweifel aufkommen, ob frühere Erfahrungen tatsächlich in die neuen Planungen eingeflossen sind.
Der „grüne Anspruch“ im Vergleich zur Realität
Kernaussage
Anspruch und Umsetzung stehen in einem sichtbaren Spannungsverhältnis.
Die Altstadtsanierung wird öffentlich als Projekt beschrieben, das Klimaresilienz, Aufenthaltsqualität und mehr Grün in den Mittelpunkt stellen soll.
Gleichzeitig wurde der Barnekreisel – ein prominentes städtisches Bauprojekt – ohne nennenswerte Begrünung umgesetzt.
Das wirft Fragen auf:
- Wie konsequent wird der Anspruch „grüne Stadt“ tatsächlich verfolgt?
- Welche Kriterien entscheiden, wo Begrünung umgesetzt wird – und wo nicht?
- Handelt es sich um ein langfristiges Leitbild oder um projektbezogene Rhetorik?
Diese Fragen sind legitim, gerade wenn Begrünung als zentrales Argument für neue Projekte dient.

Warum dieser Vergleich wichtig ist
Kernaussage
Der Barnekreisel ist ein Lernbeispiel – kein Einzelfall.
Der Barnekreisel zeigt:
- wie schnell Planungen von der Realität eingeholt werden,
- wie teuer Korrekturen werden können,
- und wie wichtig realistische Annahmen sind.
Wenn solche Erfahrungen nicht sichtbar in neue Projekte einfließen, steigt das Risiko, dass sich Muster wiederholen – nur in größerem Maßstab.
Unsere Haltung als Bürgerinitiative
Kernaussage
Wir erwarten Lernen aus Erfahrung – nicht Perfektion.
Wir erwarten nicht, dass jedes Projekt perfekt verläuft.
Wir erwarten aber:
- Offenheit im Umgang mit Erfahrungen,
- Vorsicht bei neuen Großprojekten,
- und eine Planung, die aus früheren Fehlern lernt.
Gerade deshalb mahnen wir bei der Altstadtsanierung zu Zurückhaltung und zu einer soliden, gesamtstädtischen Einbettung.
Unsere Konsequenz
Kernaussage
Die Lehren aus dem Barnekreisel müssen berücksichtigt werden.
Der Barnekreisel zeigt aus unserer Sicht:
- Kosten- und Zeitrisiken müssen ernster genommen werden,
- der „grüne Anspruch“ braucht klare Kriterien und Konsequenz,
- und Großprojekte dürfen nicht isoliert betrachtet werden.
Diese Lehren sollten vor weiteren Festlegungen bei der Altstadtsanierung berücksichtigt werden.
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