Bürgerinitiative
Wunstorf
Worum es geht
Mobilität ist kein Randthema der Altstadtsanierung – sie ist eine ihrer zentralen Voraussetzungen. Menschen kommen nicht zufällig in die Innenstadt. Sie kommen, wenn Wege funktionieren und Erreichbarkeit gegeben ist. Genau deshalb betrachten wir Mobilität nicht isoliert, sondern als Schlüsselthema, das über Erfolg oder Scheitern der Altstadtsanierung mitentscheidet.

Die Realität vieler Bürgerinnen und Bürger

Kernaussage
Wunstorf hat unterschiedliche Mobilitätsbedürfnisse, die berücksichtigt werden müssen.

Wunstorf ist eine Stadt mit unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnissen:

  • ältere Menschen
  • Familien mit Kindern
  • Berufspendler
  • Menschen mit eingeschränkter Mobilität
  • Besucher aus den Ortsteilen und dem Umland

Für viele dieser Gruppen ist das Auto – zumindest teilweise – weiterhin notwendig. Eine Stadtentwicklung, die diese Realität nicht berücksichtigt, verliert Nutzergruppen.


Parkraum: eine schleichende, aber spürbare Veränderung

Kernaussage
Der Rückgang von Parkraum wirkt sich im Alltag deutlich aus.

In den vergangenen Jahren sind in der Innenstadt und im direkten Umfeld bereits Parkmöglichkeiten weggefallen oder eingeschränkt worden. Diese Entwicklung bleibt oft unbeachtet, wirkt sich aber im Alltag deutlich aus:

  • längere Suchverkehre
  • Ausweichen in Wohnstraßen
  • Vermeidung der Innenstadt zugunsten anderer Ziele

Diese Situation wird sich in absehbarer Zeit weiter verschärfen.


Die Erweiterung des Klinikums als zusätzlicher Faktor

Kernaussage
Die Klinikerweiterung verstärkt den bestehenden Parkdruck.

Mit der geplanten bzw. laufenden Erweiterung des Klinikums entsteht zusätzlicher Parkdruck. Parkflächen, die heute noch zur Verfügung stehen oder informell genutzt werden, werden künftig anders benötigt oder entfallen.

Das betrifft nicht nur Klinikbesucher und Mitarbeitende, sondern wirkt sich auf das gesamte innerstädtische Parkraumsystem aus.


Altstadtsanierung verstärkt bestehende Engpässe

Kernaussage
Mehrere Belastungen treffen gleichzeitig aufeinander.

Die Altstadtsanierung wird – zumindest zeitweise – weitere Einschränkungen mit sich bringen:

  • Wegfall von Stellplätzen während der Bauphase
  • Umleitungen und eingeschränkte Zufahrten
  • reduzierte Kurzzeitparkmöglichkeiten

Wenn diese Effekte auf eine bereits angespannte Parkraumsituation treffen, entsteht eine kumulative Belastung, die nicht mehr einzeln steuerbar ist.


Warum das kein Einzelproblem ist

Kernaussage
Mobilität, Handel und Nutzbarkeit hängen direkt zusammen.

Parkraum und Mobilität sind keine isolierten Themen. Sie stehen in direktem Zusammenhang mit:

  • der wirtschaftlichen Tragfähigkeit des Handels
  • der Nutzbarkeit der Altstadt für unterschiedliche Gruppen
  • der Akzeptanz von Veränderungen

Eine attraktive Innenstadt entsteht nicht allein durch Gestaltung, sondern durch praktische Nutzbarkeit im Alltag.


Unsere Haltung als Bürgerinitiative

Kernaussage
Mobilität braucht Realismus und Gesamtsicht.

Wir sind:

  • für nachhaltige Mobilität
  • für weniger Verkehr dort, wo es sinnvoll ist
  • für neue Mobilitätsangebote

Wir sind aber auch:

  • für realistische Übergänge
  • für erreichbare Innenstadtbereiche
  • für Planung, die bestehende Entwicklungen mitdenkt

Unsere Konsequenz

Kernaussage
Mobilität muss gesamtstädtisch gedacht werden.

Bevor über Umfang und Tempo der Altstadtsanierung entschieden wird, braucht es:

  • eine transparente Gesamtbetrachtung der Parkraumsituation
  • die Einbeziehung der Klinik-Erweiterung in diese Betrachtung
  • ein Mobilitätskonzept, das alle Nutzergruppen berücksichtigt

Ohne diese Einordnung droht eine Altstadt, die zwar schön gestaltet ist, aber im Alltag schwer erreichbar bleibt.

Unsere Lösungen – unser Weg für eine verantwortungsvolle Stadtentwicklung in Wunstorf